Saisonabschluss nach Maß

Vom 01. – 03.10.2021 fand in der Motorsport Arena Oschersleben das Bonovo Action Sidecar Festival statt in dessen Rahmen nicht nur die Weltmeisterschaft und das IDM Finale durchgeführt wurden, sondern auch etliche Sidecar Klassen aus allen Dekaden an den Start gingen.

Nach dem unglücklichen Ausgang des vorangegangenen Wochenendes am Hockenheimring stand für unser Team der Start auf der Kippe. Während es am Samstag noch hieß, Kevin wäre 4 Wochen nicht einsatzfähig und auf Krücken angewiesen, plante er am Sonntag bereits die Teilnahme für Oschersleben. Am Dienstag befand sich Kevin schon wieder mit geschientem Bein im Fitnessstudio zum Oberkörpertraining und somit liefen im Hintergrund voll die Vorbereitungen.

An dieser Stelle einen großen Dank an Kees Endeveld, der sich sofort mit seinem Sidecarshop als Sponsor für ein größeres Paar Stiefel anbot, an Benjamin Ueberscher von HJC, der bereits nach dem Red Bull Ring Wochenende einen neuen Helm geschickt hatte, da der Einsatzhelm von der technischen Abnahme bemängelt wurde. Während Kevin noch im Krankenhaus versorgt wurde, wurde der beim Unfall in Mitleidenschaft gezogene Stiefel direkt von Herrn Frey, Fa. Daytona, zur Reparatur mitgenommen – Danke für diese rasche Erledigung.

Der Freitag begann für das Team mit dem Beziehen der Box und der regulären Papierabnahme. Die vom Veranstalter gut organisierte Anmeldung und technische Abnahme verlief reibungslos. Dann wurde es ruhiger in der Box, es stand das erste freie Training auf der Agenda, doch diesmal gingen wir alle etwas angespannt die Sache an, denn niemand wusste ob Kevin es durchhalten wird. Nach ein paar Runden war klar, es wird trotz Schmerzen funktionieren.

Bei den „Freien Trainings“ in der IDM sowie WM wurde weiterhin an unserem Setup gearbeiteten und wir fuhren konstant 1.36er Zeiten. Wir stellten unser Gespann somit zufrieden in der Box ab und waren uns bewusst, dass wir in den jeweils 2 Qualifikationen in der IDM und WM die 35er Zeiten knacken konnten. Gesagt getan ging es in die Qualifikationen, diesmal probierten wir in jeweils 5-6 schnellen Runden eine Zeit zu setzen, um unsere Kräfte für die Rennen zu schonen. Sowohl in der IDM wie auch in der WM gelang uns dies wie geplant und wir fuhren jeweils in der 2. Qualifikation zur IDM und WM eine 1.35er Zeit. Somit stand fest in der IDM geht es von Startplatz 4 in die beiden 14 Runden Rennen und in den Rennen zur WM über jeweils 21 Runden von Startplatz 12.

Foto: Marta Kopezka

Am Samstagabend stand nach einem langen Trainingstag mit vielen Runden der erste WM-Lauf auf dem Plan. Es wurden nochmal alle Kräfte für die 21 Runden mobilisiert. Vom Start kamen wir nahezu perfekt weg und es ging in den ersten beiden Kurven direkt auf P9 nach vorne. Als Lawrie/Smithies sich ihren Platz wieder zurück holten, probierten wir den schnellen Schotten ein paar Runden zu folgen, doch sie zogen uns langsam davon. Dies tat der Spannung jedoch keinen Abriss, da direkt hinter uns Kees Endeveld mit Beifahrer Hendrik Crome ordentlich Druck machte. Auch das Schweizer Duo Wyssen/Hofer kam von P12 nach ihrem schlechteren Start immer näher an uns ran. Die Schweizer drückten sich dann an Endeveld und uns vorbei, da sie einen doch etwas höheren Grundspeed hatten. Bis in Runde 14 blieb der Kampf zwischen uns und Endeveld/Crome offen. Doch dann konnten wir uns Stück für Stück von den beiden absetzen und brachten so einen sicheren 11 Platz bis ins Ziel.

Als wir dann ins Parc fermé fuhren, standen aus allen Teams die Mitglieder bei der Einfahrt und applaudierten, alle wussten wie hart das Rennen besonders für Kevin war und dadurch hatten wir uns den Respekt und die Anerkennung des gesamten Feldes gesichert. Dabei wird wieder deutlich, wie fair es in unserem Sport zugehen kann und wie die einzelnen Teams zusammenhalten.

Der Sonntag begann nicht nur mit feuchtem Wetter, sondern auch Kevins Schmerzen am Fuß sind schlimmer geworden, also schlechte Voraussetzungen für die 3 bevorstehenden Rennen und die zwei Warm Up’s. Daher wurden kurzerhand die beiden Warm Up’s ausgelassen und wir versuchten uns auf die Rennen zu konzentrieren.

Dann das erste 14 Runden Rennen der IDM. Die Ampel ging an, genauso schnell wieder aus und wir schossen mit einem Granaten-Start nach vorne. In Kurve 1 setzten wir uns direkt an dritte Position hinter Streuer und Remme aus den Niederlanden, machten Druck und probierten den beiden Teams an der Spitze möglichst lange zu folgen. Hinter uns anfänglich Roscher/Burkhard, diese wurden von Sattler/Schmidt schnell eingeholt und auch überholt. Somit begann für uns der Kampf um Platz 3. Sattler/Schmidt kamen immer näher und waren bereits in Schlagdistanz. Doch plötzlich waren wir wieder alleine, denn Sattler/Schmidt machten einen Fehler und büßten Ihren Kotflügel ein. Somit war der Weg für P3 frei und wir fuhren ein sicheres Rennen ins Ziel. Damit hatten wir selber nicht gerechnet, ein weiteres Podium in der IDM. Im Parc fermé angekommen war beim gesamten Team bereits Partystimmung.

Kaum auf dem Podium und Freude über die Pokale ging es auch gleich wieder in die Rennvorbereitung für den WM Lauf.

Während Uwe und Peter das Gespann vorbereiteten versorgte das restliche Team Kevin mit Kühlakkus und Tape für den lädierten Fuß.

Nur eine gute Stunde später ging es dann in den zweiten WM-Lauf, erneut über 21 Runden. Diesmal gelang der Start noch besser und wir setzten uns auf P8. Wieder waren es die Schotten Lawrie/Smithies, welche uns in den ersten Runden extrem unter Druck setzten. In Runde 5 konnten wir die beiden nicht mehr halten und sie zogen an uns vorbei. In Runde 7 bei der Einfahrt in die „Schell Kurve“ sahen wir vor uns Staub aufsteigen, die Engländer Biggs/Schmitz hatten die Strecke verlassen und wir zogen an Ihnen wieder vorbei. Die nächsten Runden wurden zur Jagd, denn Biggs/Schmitz setzten sich hinter uns und kamen Runde für Runde immer näher. Zum Rennende hatte das Duo uns wieder eingeholt. So wurde in den letzten zwei Runden Kampflinie gefahren um den schnellen Briten keine Chance zum Überholen zu geben. So gelang es uns mit hauchdünnem Vorsprung auf P10 liegend die Ziellinie zu überqueren.

Auch diesmal blieb nicht viel Zeit zur Entspannung denn bereits 2 Stunden später stand der zweite IDM Lauf an.

Foto: Marta Kopezka

Dieser Lauf startete wie ein Déjà-vu, wir erwischten erneut einen guten Start und setzten uns wieder auf P3, gefolgt von Roscher/Burkhard. Diesmal machte es uns die 1000er Besatzung aber nicht so leicht und versuchten mit Ihrer höheren Motorleistung (1000 ccm) in Runde 3 auf der Start/Ziel zu überholen. Doch das wollte sich Peter so nicht gefallen lassen, wir bremsten extrem hart und wir gingen außen wieder an dem Duo vorbei. Im darauffolgenden Geschlängel setzten wir uns erneut ein gutes Stück ab und sicherten so vorerst P3. Diesmal machten Sattler/Schmidt, die wir erneut beim Start überholt hatten, keine Fehler und holten uns ein. Mit einem fairen Manöver setzten sich die „neuen Deutschen Meister“ neben uns und gingen vorbei. Mehrere Runden folgten wir den beiden mit kurzem Abstand bis wir eingangs der Triple Links den Bremspunkt etwas verpassten und so eine weite Linie nehmen mussten. So brachten wir einen guten vierten Platz ins Ziel – nur geschlagen von den „Bonovo Action Werkteams“.

Fot: Marta Kopezka

Wir sind stolz alle 4 Rennen ins Ziel gebracht zu haben und standen sogar noch einmal auf dem Podium, damit war das gesamte Team mehr als zufrieden und jedem war die Erleichterung anzusehen.

So endet unsere Saison 2021, den der WM Lauf in Brands Hatch wurde kurzfristig von der FIM abgesagt und aus logistischen sowie finanziellen Gründen werden wir beim WM-Lauf in Portugal nicht mehr an den Start gehen.

2021 war ganz klar für das gesamte Team die bisher erfolgreichste Saison und wir bedanken uns bei euch allen. Besonders natürlich bei unseren Sponsoren, ohne euch wären wir niemals so weit gekommen, auch ein besonderer Dank gilt unserem Fanclub, der uns natürlich auch immer unterstützt hat. Zum Schluss noch ein großer Dank unseren Teammitgliedern, die uns in allen erdenklichen Situationen mit Schweiß und Tränen während der Saison unterstützt haben.

Hier eine kleine Saisonzusammenfassung:

  • 1 Woche Trainingslager in Val de Vienne
  • 3 WM Veranstaltungen (Ungarn, Rijeka, Oschersleben)
  • 6 IDM Veranstaltungen (Most, Schleiz, Assen, Red Bull Ring, Hockenheim, Oschersleben)
  • 3 Sidecar Trophy Gaststarts (Rijeka, Nürburgring, Most)

Ergebnisse:

  • P5 in der IDM Gesamtmeisterschaft
  • 4 Podestplätze in der IDM
  • 45 WM Punkte
  • 5 Podestplätze in der Sidecar Trophy mit 3 Siegen

Es war uns eine Ehre all das mit euch erleben zu dürfen. Wie es im nächsten Jahr weitergeht werdet ihr in Kürze erfahren, damit euch auch im Winter nicht langweilig wird.

Euer SRT #11

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Happy Birthday Uwe!

Uwe´s Sidecarregeln

  • Wenn man rechts dreht wird die Landschaft schneller
  • Bremsen macht die Felgen dreckig
  • Gummierte Seite nach unten, lackierte Seite nach oben
  • Wir rasen nicht, wir fliegen tief
  • Fahre niemals schneller als Dein Schutzengel fliegen kann
Foto: RS SRT#11

Aber darum geht es heute gar nicht,

Uwe wir wünschen Dir das Allerbeste zu Deinem Geburtstag und möchten uns für Deinen unermüdlichen Einsatz bedanken.

Wir wissen dies sehr zu schätzen und wollen Dich im neuen Jahr bei verkürzten Rundenzeiten lächeln sehen!

DEIN Team

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Hockenheim sogar mit Rundflug

Am vergangenen Wochenende trat das Team bei der IDM am Hockenheimring an. Die Stimmung im Team war gut und wir waren mehr als motiviert ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Freitagmorgen die technischen Abnahme, welche wir ohne weitere Probleme bestanden. Danach bereiteten wir uns auf das erste freie Training um 12 Uhr vor. In den 20 Minuten probierten wir mehrere Linien aus und schnell wurde uns bewusst, dass unser Fahrwerk noch gar nicht für den Kurs passte. Trotzdem waren unsere Zeiten absolut zufriedenstellend.

Nach einer kurzen teaminternen Besprechung waren die Veränderungen am Fahrwerk klar und Uwe setzte diese mit Hilfe von Hubert Eck (Gastmechaniker) direkt in die Tat um.

Foto: RS #11

Im Qualifying fuhren wir als erste auf die Strecke und konnten den freien Kurs auch direkt nutzen um das Fahrwerk zu testen. Schnell wurde klar, wir hatten mit unseren Ideen voll ins Schwarze getroffen und unsere Zeiten wurden stetig besser. Zum Ende des Zeittrainings hatten wir dann nach 3 Kurven bereits unsere bis dahin absolut schnellste Zeit auf der Uhr, als plötzlich das Schaltgestänge brach. Aber trotzdem standen wir auf P7 und waren damit in Anbetracht der WM-Konkurrenz sehr zufrieden.

Den Abend ließen das gesamte Team, bei vorzüglichem Essen bei unserem Stammgriechen in Hockenheim, ausklingen.

Samstagmittag in der zweiten Qualifikation konnten wir nochmals unsere Zeit um eine halbe Sekunde verbessern. Doch noch wichtiger war, dass wir diese auch über die 20 Minuten konstant durchfahren konnten. In der darauffolgenden Besprechung planten wir dann, das Rennen ruhig zu starten und für die Meisterschaft zu fahren, somit hieß es wichtige Punkte mit zu nehmen um die dritte Position zu festigen.

Doch es kommt alles anders als man glaubt… Ab diesem Zeitpunkt nehme ich euch mit in meine (Kevin) Perspektive.

Die Ampel geht auf ROT, ein letzter Atemzug und schon geht die Ampel aus und alle Gespanne fahren los. Direkt neben uns ist bereits das Team Königswartha, die einen guten Start erwischen. In Kurve eins wird es eng und wir müssen weit gehen, wodurch wir noch eine Position verlieren. Ok, das passiert denke ich mir und jetzt konzentriere dich und zieh den Kopf ein. Die ersten Runden vergehen wie im Flug, denn wir sind an dritter Stelle einer 5er Gruppe. In der letzten Kurve vor Start und Ziel riskieren wir es und greifen das Team Königswartha an und es kommt zu einer Berührung. Beide Teams können weiter fahren doch wir verlieren 1 Position. Auf Start und Ziel sehe ich dann, dass der Kotflügel stark beschädigt ist und 2 Schnellverschlüsse ausgerissen sind. In diesem Moment gehen mir tausend Dinge durch den Kopf. Ich entscheide mich dafür nicht zu klopfen, denn es geht um die Meisterschaft. Der Kotflügel wird schon halten.

Jede Linkskurve wird zur Mutprobe, auf den Geraden halte ich den Kotflügel fest und probiere ihn wieder für die nächste Links hinzubiegen. Ganz schön anstrengen bei über 200 km/h. Es funktioniert und Peter kann weiterfahren. Dann die Anfahrt zur Sachskurve. Nochmal kurz den Kotflügel runterziehen bevor ich links raus gehe. Plötzlich geht alles ganz schnell, die Bremse kommt jetzt nach links. Mein linker Arm drückt sich gegen den Kotflügel. Ein lautes Knacken und der Kotflügel reißt ab, mein Arm kommt an den Reifen und dieser schleudert mich im hohen Bogen über das Gespann. Ich knalle auf Peter und werde weiter vor das Gespann geworfen.

Foto: Marta Kopecka

Noch ein harter Einschlag, diesmal im Kies und die Steine prasseln gegen meinen Helm. Beim Abrollen wird mir klar was nun kommt, denn das Gespann kommt hinter mir hergeflogen.

Foto: Marta Kopecka

Es knallt erneut, ich werde vom Beiwagen überrollt und plötzlich ist alles ruhig. Ich liege auf dem Boden und mein ganzer Körper schmerzt. I

m ersten Moment kann ich nicht aufstehen, nach einem kurzen Moment sind direkt 2 Marshalls bei mir und helfen mir auf, direkt merke ich das mein linker Fuß etwas abbekommen hat. Dann geht alles ganz schnell und ich liege im Krankenwagen und bin auf dem Weg ins Medical Center. Ich werde direkt ausgezogen und die Ärzte kümmern sich um mich.

Der Fuß wird direkt versorgt und vom Bauchbereich ein Ultraschall gemacht, dabei fällt dem Arzt Flüssigkeit an der Leber auf und somit heißt es mit dem Helikopter sofort in die Unfallklinik nach Ludwigshafen – Verdacht auf innere Blutungen.

Dann sehe ich mein Team in der Tür stehen, natürlich frage ich, ob das Motorrad in Ordnung ist und irgendwie wirken alle etwas erleichtert mich halbwegs am Stück zu sehen. Dann geht es auf eine weitere Trage und ich liege kurz darauf im Helikopter. Danke an alle Ärzte und Sanitäter, der Ablauf und die Ruhe waren einfach perfekt.

Im Krankenhaus fange ich dann das realisieren an und merke das mein Handy, welches mir das Team mitgab, nicht stillsteht. Nach dem CT und dem Röntgen gebe ich erstmal Entwarnung ans Team. Keine Brüche und die Flüssigkeit im Bereich der Leber ist nicht mehr geworden, trotzdem bleibe ich die Nacht zur Überwachung im Krankenhaus.

Am nächsten Morgen werde ich entlassen und es geht direkt zurück zum Team, kaum angekommen wird die ein oder andere Träne vergossen und jeder darf einmal vorsichtig knuddeln. Danke an euch alle, ihr seid die Besten und habt mir so viel Kraft gegeben. Tut mir echt leid für den Schrecken den ich euch allen eingejagt habe.

Das zweite Rennen durfte ich dann noch als Co-Kommentator von Lukas Gajewski im IDM Livestream mit moderieren.

Heute Morgen (Montag) ging es dann erneut zum Arzt, glücklicherweise sind nur meine Bänder stark lädiert und ich hatte wohl mehr als einen guten Schutzengel an meiner Seite.

An dieser Stelle danke ich ganz besonders unseren Ausstattern der Schutzausrüstung, denn sowohl mein HJC Helm, die Leitwolf Lederkombi und die Frey Daytona Stiefel haben einen perfekten Dienst geleistet und mich vor Schlimmerem bewahrt.

Danke für die lieben Nachrichten von euch, sowas gibt einem enorm viel Kraft.

Jetzt heißt es positiv bleiben, denn am bevorstehenden Wochenende reist das Team gemeinsam zum Sidecar Festival nach Oschersleben. In welchem Rahmen und in welcher Fahrer/ Beifahrer Paarung werdet ihr erst am Freitag erfahren, doch ihr werdet nicht enttäuscht sein!

Bis dahin

Euer SRT #11 Team

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Im Windschatten einer Legende!

Am vergangenen Wochenende hieß es „Servus Schwanenstadt“ für unser Team, denn der MSV Schwanenstadt rief zum Oldtimer Grand Prix. Da Peter im benachbarten Attnang zuhause ist, war es nicht nur eine Pflichtveranstaltung sondern auch eine willkommene Abwechslung zum IDM und WM Stress.

Nach dem IDM Wochenende am Red Bull Ring blieb unser Renngerät samt Anhänger bei Peter in Attnang stehen, so war die Anreise am Freitag für Uwe und Kevin relativ stressfrei und bei Ihrer Ankunft ein bereits aufgebautes Zelt vorfanden. Den Abend ließ das Team im Gasthaus “zum Alfons” bei bester Küche ausklingen.

Der Samstagmorgen begrüßte das Team mit wolkenlosem Himmel und purem Sonnenschein und so ging es dann auch voller Tatendrang zur technischen Abnahme. Bereits auf dem Weg dorthin gab es viele legendäre Motorräder zu bestaunen. Denn in Schwanenstadt gastierte nicht nur Mika Kalio zusammen mit seiner Werks MotoGP KTM. Auch Troy Bayliss (2x WSBK Champion) auf Ducati und weitere große Namen und Bikes des Zweiradsports waren vor Ort und für die Zuschauer und Interessierten so greifbar wie nirgend anderswo.

Allerdings richteten sich unsere Augen, wie man es vermuten wird, mehr auf die Gespanne, welche aus allen Zeitepochen zu bestaunen waren. Wenn man über Gespanne redet, fällt ein bestimmter Name immer und immer wieder. 

Foto: SRT#11 S.R.

Rolf Biland mit Beifahrer Kurt Waltisberg waren mit Ihrem legendären Schlossgold LCR Gespann vor Ort. Für viele Teams sind diese Beiden der Grund für Ihre eigene Gespannkarriere und so war es für uns ein noch größeres Vergnügen zusammen mit den Beiden auf die Strecke gehen zu dürfen.

Pünktlich um 12.45 ging es für uns in der Klasse 9 (Gespanne ab 1980) an den Start und die Tribünen waren bereits mehr als gut gefüllt. In den 15 Minuten Fahrzeit fuhren wir nicht nur zusammen mit Schlosser/Fries, welche wir natürlich aus der IDM und WM gut kennen, sondern folgten auch Biland/Waltisberg um den 2,7 Km langen Kurs. 

Foto: Erich Mühlegger

Auch das zweite freie Fahren am Nachmittag fand bei bestem Wetter und vor vollen Zuschauerrängen statt. An dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank an die Veranstalter, welche einen wirklich super organisierten Ablauf der Veranstaltung gewährten.

Am Abend ging es dann für das Team ins Festzelt, wo bei Livemusik mit Bekannten und Freunden der Abend ausklang.

Erneut strahlte auch am Sonntag die Sonne über Schwanenstadt und es standen neben den zwei Gleichmäßigkeitsläufen auch noch eine Fahrerparade zusammen mit allen Motorrädern an.

Der erste Lauf startete um 11.45 für uns. Nach vorheriger Abstimmung unter den Teams fuhren Biland/Waltisberg als erste auf die Strecke. Wie geplant lieferten wir uns ein schönes Show Duell bis leider durch einen Unfall der erste Lauf unterbrochen werden musste. An dieser Stelle wünschen wir Fahrer und Beifahrer eine schnelle und gute Genesung. Aufgrund des Zeitplans und der Unterbrechungsdauer ging es nach dem Abbruch direkt mit der Fahrerparade weiter.

Foto: Chritian „Pompi“ 🙂

Beim 2. Lauf und krönendem Abschluss der Veranstaltungen blieben wir die ganze Zeit in einer 3er Gruppe mit Biland und Schlosser. Während die zwei Schweizer-Teams immer wieder die Position wechselten folgten wir Ihnen bis ins Ziel direkt im Windschatten.

Am Ende überfuhren die beiden Teams gemeinsam den Zielstrich gefolgt von uns mit 5 Metern Abstand.

Nach der Auslaufrunde mit jubelnden Fans gaben wir noch Interviews und nahmen uns die Zeit für das eine oder andere Foto. In Summe ein geniales Wochenende mit super Wetter und toller Organisation.

Foto: SRT#11 S.R.

Nun heißt es die zwei freien Wochenenden vor Hockenheim und Oschersleben nochmal zu nutzen um in Topform für das Finale der IDM bereit zu sein, denn schließlich haben wir noch theoretisch die Chance auf ein Top 3 Endresultat.

Bis Dahin 

Euer SRT #11

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IDM Red Bull Ring

Nach den Plätzen 7 und 8 in der Weltmeisterschaft am Autodrom Grobnik nutzte das Team die Zeit bis zur IDM am Red Bull Ring mit ein paar Tagen Erholung im nahegelegenen Opatija. Von dort ging es Donnerstagmorgen in das etwa 350 km weit entfernte Knittelfeld, wo der Red Bull Ring gelegen ist.

Dort angekommen wurde das Team von kühlen Temperaturen und Regen empfangen. Dem Wetter zum Trotz bauten alle in Windeseile das Zelt sowie alle Gerätschaften auf um startklar für das am Freitagmittag anstehende Freie Training zu sein.

Foto: Crumb Werbetechnik

Bei diesem zeigte sich das Wetter am Red Bull Ring zwar von seiner kühleren Seite, allerdings sollten die Gespanne auf eine trockene Strecke treffen. Wie gewohnt ging es früh zum Vorstart um möglichst unter den Ersten auf der Strecke zu sein, um freie Bahn zu haben und eine gute Linie zu finden. Auf alten Reifen reihten wir uns schlussendlich vorerst auf P8 ein.

Am frühen Abend fand dann bereits der erste Qualifikationslauf statt. Diesmal hatten wir einiges am Fahrwerk und ein ganz neues Setup probiert. Es schien eine gute Entscheidung gewesen zu sein diesen Poker eingegangen zu sein, denn wir verbesserten unsere Zeit im Verhältnis zum freien Training um ganze 1,5 Sekunden und konnten P8 wieder bestätigen und reihten uns direkt hinter der Weltspitze ein, welche sich aus vielen Gaststartern aus der WM zusammenstellte.

Foto: Crumb Werbetechnik

Dennoch wurde uns in der nachfolgenden Teambesprechung schnell klar, an welchen Stellen wir noch Potential hatten, unsere Zeit zu verbessern.

Für Samstag sagten die Wetterradare dann gefühlt im 10 Minuten Takt mal Regen und mal Sonne für die 2. Qualifikation an. Am Ende setzte sich die Sonne durch und wir konnten weiter an unserer Zeit arbeiten. In der ersten Runde der Qualifikation verpassten wir allerdings in der ersten Linkskurve den Bremspunkt und mussten über die Auslaufzone zurück auf die Strecke und rutschten durch diesen kleinen Fehler ans Ende des Feldes. Mit konstant schnellen Runden überholten wir ein Team nach dem anderen, wodurch wir viel für die Rennen lernen konnten, allerdings keine zeitliche Verbesserung unserer Zeit erreichten. Wir fuhren aber nur um 0.004 Sekunden langsamer als zuvor und bestätigten somit unsere Form.

Jedoch konnten sich die französischen Gaststarter Vinet/Farnier in unseren Windschatten hängen und rutschten so um einen Wimpernschlag vor uns.

Foto: Crumb Werbetechnik

Schlussendlich waren wir mit Startplatz 9 für die beiden Rennen nicht unzufrieden, denn wir waren uns sicher, im Rennen noch mehr abrufen zu können. Davon abgesehen hieß es P5 in der IDM Wertung, in welcher wir noch um Platz 2 kämpften.

Der restliche Samstag wurde genutzt, um unser Gespann bestmöglich auf das erste Rennen am Abend vorzubereiten. Doch abermals sollte uns der österreichische Wettergott auf trapp halten und so wechselte die Strecke oft zwischen trocken und nass. Der Großteil des Feldes, zu dem wir auch gehörten, setzte dann aber auf Slick Reifen und sollte somit auch richtig liegen. Denn bereits in der Warm Up Lap wurde klar, die Strecke ist trocken und hat lediglich noch ein paar feuchte Stellen.

Doch oft kommt es anders als man denkt. Trotz einem soliden Start, kamen von hinten 2 Teams und wir gerieten im Startgerangel kurz vor Kurve eins zwischen diese zwei Gespanne. Dabei berührte unser Kotflügel das Hinterrad von Schwegler/Kopecky wodurch der Kotflügel abgerissen wurde und der Beiwagen in die Luft schleuderte. Daraufhin zog unser Gespann nach rechts zu Kapeller/Billich, welche uns vorher bereits zwei Mal berührt hatte. Diese Kollision war so heftig, dass unser Lenker verbogen wurde und Kapeller/Billich sich in die Wand drehten. Wir schossen quasi unlenkbar in Kurve eins, fanden glücklicherweise eine Lücke und rollten aus. Somit endet das Rennen für uns bereits kurz nach dem Start. Glücklicherweise ist allen Beteiligten bei der Aktion nichts Schlimmeres zugestoßen.

Foto: Crumb Werbetechnik

Kaum war das Rennen beendet standen wir schon zusammen und fingen an den Schaden am Bike zu analysieren. Nach kurzer Besprechung im Team war uns klar, wir würden am 2. Rennen an den Start gehen und gingen ans Werk. Schließlich musste die Verkleidung geklebt, die Verkleidungshalter geschweißt und gerichtet, die Spinne in Ihre ursprüngliche Form und der Lenker ausgetauscht werden.

An dieser Stelle einen großen Dank an unseren Mechaniker Uwe, ohne dessen unermüdlicher Einsatz solche Aktionen gar nicht realisierbar wären. 

Ein herzliches Dankeschön an „Hölzi“ vom Team Sattler Motorsport fürs Schweißen und Rene, der ursprünglich als Gast kam und kurzerhand zum Mechaniker Lehrling bei Uwe wurde.

Nach einer längeren Nacht und einem genauso langen Vormittag ging es dann um 17.30 Uhr für uns in das zweite Rennen. Etwas angespannt und in der Hoffnung, dass alles halten würde, starteten wir erneut von P9. Als die Ampel ausging erwischten wir den Start gut. Diesmal kam allerdings die 1000er von Lingen/Prudlik. So bogen wir auf P10 liegend auf die zweite lange Gerade ein und setzten uns direkt hinter Vinet/Farnier. Mit den beiden Gespannen bildeten wir dann eine kleinere Kampfgruppe um P8, bis plötzlich beim Bremsen der Lenker nach vorne rutschte und sich lockerte. Ab diesem Moment hieß es für uns nur noch die Punkte nach Hause zu bringen, um in der Meisterschaft Anschluss zu halten. Wir blieben bis in die letzte Runde locker an den vor uns liegenden dran und schnappten uns Vinet/Farnier in der letzte Linkkurve vor Start und Ziel und sicherten uns somit P9 gesamt und P5 in der Punktewertung. 

Foto: Crumb Werbetechnik

Nicht glücklich mit der Gesamtbilanz des Wochenendes, allerdings mehr als zufrieden mit der Schadensbegrenzung im 2. Rennen. Aktuell kämpfen wir immer noch um eine Top 3 Platzierung in der IDM Gesamtwertung.

Am kommenden Wochenende geht es bereits beim Schwanenstadt GP für das Team weiter, kommt uns gerne direkt vor Ort besuchen.

Bis Dahin

Euer SRT #11 Team

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Der Beifahrer hat Geburtstag :-)

Wir wünschen Kevin alles erdenklich Gute zum Geburtstag!!!

Bleib wie Du bist und wir hoffen noch viele gemeinsame Erfolge auf der Rennstrecke mit Dir zu erreichen

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IDM Assen – SRT #11 zweimal auf dem Podium

Foto: SRT#11

Dieses Wochenende ging es für das Team SRT#11 auf die holländische Rennstrecke „TT Circuid Assen“, wo die Läufe 5 & 6 zur Int. deutschen Meisterschaft stattfanden. In bekannter Routine wurde das Zelt im Fahrerlager aufgebaut und alles für das freie Training am Freitagmittag vorbereitet.

Peter und Kevin stellten sich schnell auf das Streckenlayout ein und die Rundenzeiten wurden immer besser. Dies spiegelte sich auch in der Zeitenliste wo wir uns überraschend auf Platz 3 fanden.

Im 1. Qualifying am Abend bestätigten wir unser Gefühl mit weiter schnelleren Rundenzeiten und reihten uns hinter dem Bonovo Action Trio, welches die Spitze klar unter sich ausmachte, ein.

Am Samstag blieb dann der angekündigte Regen glücklicherweise oder leider der Rennstrecke fern. Auch wenn es zwischenzeitlich ein paar Tröpfchen vom Himmel gab, gingen wir unbeeindruckt mit dem Trockensetup in die 2. Qualifikation des Wochenendes.

Erneut verbesserten wir unsere Zeit. Diesmal konnten wir allerdings die Paarung Roscher/Burkhard nicht hinter uns halten. Somit hieß es schlussendlich Startplatz 5 hinter den 3 Bonovo Action Gespannen und dem für uns nicht zu wertenden 1000er Gespann.

Für das Rennen war klar, die Bonovo Action Teams sind noch nicht erreichbar, aber auch, dass unsere Rundenzeiten im Vergleich zu den Verfolgern stark waren. Daher entschieden wir uns nichts zu riskieren und versuchten so lange wie möglich an der Spitzengruppe dran zu bleiben um wichtige Punkte für die Meisterschaft mit zu nehmen.

Nach einem nahezu perfekten Start setzten wir uns im Getümmel der ersten Kurve direkt auf Platz 3. In der 2. Runde kam dann, wie nicht anders zu erwarten, der 8fache Weltmeister Tim Reeves mit Beifahrer Kevin Rousseau an uns wieder vorbei und nahm die Verfolgung auf die ersten beiden Gespanne auf. Kurz darauf kam auch noch die Mannschaft Roscher/Burkhard, welche Ihre 70 PS an Mehrleistung auf den Geraden nutzen. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Rennen einsam. Nach hinten hielten wir einen guten Sicherheitsabstand und nach vorne fehlte uns einfach die Pace. 

Jetzt hieß es, keine Fehler machen und die wichtigen Meisterschaftspunkte für Platz 4 ins Ziel bringen. Und genau das taten wir auch. mit der Zieldurchfahrt freuten wir uns über die soliden Punkte und machten uns auf den Weg in das Fahrerlager. Doch was war denn dort los, UNSER Team feierte richtig in der Box und Peter und Kevin schienen nicht zu verstehen weshalb, doch dann kam die Info, Sattler/Schmidt mussten mit technischen Schwierigkeiten kurzzeitig in die Box und sind hinter uns zurückgefallen, so waren wir auf Platz 3 gerückt und am Podium.

Am Sonntag hieß es dann für das Team erstmal warten, denn unser zweites Rennen sollte erst am späten Nachmittag stattfinden.

Wie bereits am Vortag gelang uns wieder ein Mega-Start und wir setzten uns erneut auf Platz 3. Diesmal blieben wir etwas besser an Streuer/Remme sowie Sattler/Schmidt dran. Plötzlich fing das Gespann von Sattler/Schmidt an zu rauchen und sie zogen direkt vor uns in die Boxengasse. Im gleichen Moment zog Tim Reeves, welcher aus der Box gestartet war, auf der Start und Ziel Geraden wieder an uns vorbei. Doch nun war es auch uns klar, wir waren erneut auf Platz 3. Nur nichts falsch machen und die Technik schonen war nun die Devise. Auch diesmal waren wir wieder alleine auf der Strecke und bauten konstant den Abstand auf unsere Verfolger aus und nach 11 Runden feierten wir dann bei der Zieldurchfahrt. 

Foto: SRT#11

Ein 2. Podium in Holland war weitaus mehr als wir uns ausgemalt hatten und wir waren mehr als happy mit der Teamleistung. Nun geht es für uns fast nahtlos weiter, denn bereits am Donnerstag werden wir am kroatischen Autodrom Grobnik unsere Box für die nächste Runde der Weltmeisterschaft beziehen.

Aktuell stehen wir auf der 3. Position der Int. deutschen Meisterschaft und haben an diesem Wochenende wertvolle Punkte auf P1 & P2 gut gemacht.

An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an alle Sponsoren, Gönner und Fanclub-Mitglieder, ohne eurer Unterstützung wären diese Erfolge NICHT möglich.

Ein besonderer Dank gilt auch der Fa. Eier Schobesberger aus Timelkam für die Unterstützung

Foto: SRT#11

Bleibt gespannt, denn bereits nächste Woche werden wir euch von der Weltmeisterschaft in Kroatien berichten.

Bis Dahin!

Euer SRT #11 

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Das erste IDM Podium.

Dieses Wochenende ging es für das Team rund um Peter Kimeswenger und Kevin Kölsch in das südlich von Gera gelegene Schleiz zur 2. Runde der IDM, wo die Läufe 3&4 stattfinden sollten.

Routiniert wie üblich traf das Team am späten Donnerstag in Schleiz ein und bereitete sich auf die nächsten 3 Tage Rennaktion vor.

Am Freitag stand dann nach der technischen Abnahme sowie dem Papierkram endlich das erste freie Training für uns auf dem Programm.

In diesen 13 Runden versuchten wir nicht nur eine gute Linie, sondern auch den richtigen Rhythmus zu finden. Denn besonders auf der in Schleiz vorhandenen Naturrennstrecke, welche sonst als normale Landstraße herhält ist nicht nur der Gasgriff sondern auch das Köpfchen gefragt. Am Ende kam P5 dabei heraus.

Nach einiger Arbeit am Fahrwerk ging es dann für uns am Freitagabend schon in das erste Qualifying, in welchem wir uns weiter um das Fahrwerk kümmern mussten.

Dabei gelang uns zwar ein großer Sprung nach vorne, allerdings reichte es nur für Position 6 im Gesamtklassement.

Am Abend wurden wir zum „Langen Tisch“ geladen und aufs Feinste mit Speiß und Trank versorgt – ein ganz großes Danke an die IGG

Bei der alt bekannten Fehleranalyse machten wir dann unsere Übersetzung länger, was sich im 2. Qualifying dann als Fehler herausstellen sollte. Somit konnten wir uns auch am Samstag zwar verbessern, doch der Sprung in die vorderen 2 Reihen blieb uns versagt und so gingen wir aus Reihe 3 von P6 ins Rennen.

Am Samstagabend stand dann unser erstes Rennen an, vor immer noch vollen Zuschauerrängen und mit Liveübertragung.

Wir wussten, dass wir noch viel Luft hatten und somit ging es hochmotiviert an den Vorstart.

Um 17.50 Uhr ging dann die Startampel aus und das gesamte Feld schoss auf die erste Kurve zu. Leider verloren wir am Start ein bisschen und büßten so eine Position gegen das österreichische Duo Kapeller/Billich ein. Doch schon bei der ersten Durchfahrt der „Seng“ legten wir uns das Duo wieder zurecht und gingen wieder auf P6 in der Gesamtwertung (P4, IDM Wertung).

Foto: Marta Kopecká

Danach entfachte eines unserer besten Duelle jemals. Zusammen mit Schröder/Hirschi (1000ccm) sowie Schwegler/Kopecky duellierten wir uns hart aber fair bis in die letzte Runde.

Leider sahen wir bei den Überrundungen den Nachteil auf unserer Seite und mussten uns so ganz knapp hinter Schwegler/Kopecky einreihen.

Was wir zu diesem Zeitpunkt allerdings überhaupt nicht realisiert hatten, wir lagen auf Platz 3 in der 600er Wertung und hatten hart um Platz 2 gekämpft.

Foto: Marta Kopecká

Erst als man uns vor das Podium lotste, viel bei uns der allseits bekannte Groschen.

Diesmal war es das erste Podium für uns beide in der IDM.

Und somit auch ein großer Meilenstein für das Team.

Foto: Marta Kopecká

Am Sonntag ging es dann gegen Mittag vor den Rund 28.000 Zuschauern, welche an die Strecke gepilgert waren, in das 2. Rennen.

Doch als die Ampel aus ging kamen wir gar nicht vom Fleck und das halbe Feld flog an uns vorbei. In die erste Kurve bogen wir auf P12 ein. Besonders in Schleiz wo das Überholen nicht so einfach ist, speziell gegen die leistungsstärkeren 1000er Gespanne, hieß es cool bleiben und sich durch das Feld arbeiten.

Runde für Runde kämpften Peter und Kevin sich Position nach Position zurück an die Podiumspositionen.

In Runde 8 lagen die beiden dann bereits wieder auf P6 im Gesamtklassement und P4 in der 600er Klasse. Über 10 Sekunden trennten die beiden auf das auf P5 liegende Duo Schwegler/Kopecky und den damit ersehnten 2. Podestplatz des Wochenendes.

Unsere 2 Männer pushten was das Gespann hergab und flogen in den folgenden 6 Runden regelrecht Richtung Schwegler/Kopecky, wobei sie eine persönliche Bestzeit nach der Nächsten fuhren.

Foto: Marta Kopecká
Foto: Alex Drechsler

In der letzten Schikane vor Start/Ziel waren sie schlussendlich direkt am Heck des vor Ihnen fahrenden Duos, doch das Rennen war bereits zu Ende und somit war es P4 in der Klasse und P6 gesamt.

Doch die beiden waren sich einig, so gut waren sie noch nie zusammen gefahren und genau darauf wollen sie nun für die bevorstehenden Rennen aufbauen.

Foto: Karl Buchmayr

Vielen Dank nochmals an alle Sponsoren, Gönner und Fanclubmitglieder.

Ohne euch wären wir niemals dort wo wir aktuell sind.

Nun heißt es 2 Wochenenden ausruhen bevor es für das Team 5 Wochen lang auf Europareise geht.

Bis Dahin

Euer SRT #11

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2 Siege in Most CZ

Vergangenes Wochenende reiste das Team zur 3. Veranstaltung der Int. Sidecar Trophy im Autodrom Most CZ.

Foto: SRT#11

Gleich zu Beginn möchten wir uns für die neuen Helme von HJC Helmets ganz herzlich bedanken. Diese speziellen Helme (Homologation) ermöglichen uns die Teilnahme an den WM-Läufen.


Der Freitag begann am Abend mit einem freien 20 MinutenTraining. Als sich kurz vor Trainingsbeginn Petrus Tore über der tschechischen Rennstrecke öffneten war es klar, dass wir hier bei sehr nassen Verhältnissen trainieren werden.  Mechaniker Uwe machte sich daran das Bike ins Regensetup umzubauen während Peter und Kevin die letzten Feinheiten absprachen, denn die Beiden hatten noch nie die Möglichkeit gemeinsam bei richtigem Regen zu trainieren.
Somit gingen wir die Sache erstmal ruhig an und wurden Runde für Runde schneller. Am Ende der 20 Minuten dann das positive Feedback, Peter und Kevin kamen auf Anhieb gut zurecht und erreichten vorerst P1.
Der Samstagmorgen begegnete uns dann mit Sonnenschein und perfekten Bedingungen. Auf der Agenda standen für diesen Tag zwei Qualifyings sowie Rennen 1. Unser Fokus lag ganz klar darauf, unser Gefühl für das Motorrad und unsere Zeiten von der IDM zu verbessern.
Mit diesem Ziel fuhren wir als erste in Q1 auf die Strecke und konnten gleich die freie Strecke gut nutzen. Schnell waren wir bei den Zeiten aus der IDM vor 4 Wochen angekommen und konnten diese dann weiter verbessern. Zufrieden stellten wir unser Gespann ab und bereiteten uns für das Q2 am frühen Nachmittag vor.


In Q2 konnten wir sofort an die Zeiten von Q1 anschließen, plötzlich brach dann aber ein Teil des Lenkers beim Anbremsen in Kurve 1, wodurch uns nur der Weg zurück in die Box blieb.
Kaum in der Box angekommen stellten wir fest, dass der rechte Lenker einen Ermüdungsbruch erlitten hatte. Glücklicherweise hatte Eckart Rösinger sein Schweißgerät in Windeseile ausgepackt und konnte uns bei der Angelegenheit helfen. Dafür an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön.

Am Abend stand dann der 1. Lauf mit Startplatz 1 am Programm.
Die Startampel ging an und genauso schnell wieder aus, wir erwischten den Start aber perfekt. Nicht mal die wesentlich stärkeren 1000cc Gespanne kamen wie im Normalfall an uns vorbei. Doch dann in Kurve 1 verpassten wir den Bremspunkt und wir drifteten ins Kiesbett, voll am Gas bleiben um nicht stecken zu bleiben, so war der Schreck nur von kurzer Dauer da wir direkt nach der ersten Schikane wieder auf die Strecke kamen. Jedoch reihten wir uns auf P5 ein und konnten ein paar Kurven später bereits das schwedische 1000cc Gespann in einer schnellen Kurvenpassage innen überholen und kamen auf P4 liegend das erste Mal über Start und Ziel. Da das Rennen sehr kurz war ließen wir direkt den alt bekannten „Hammer“ fallen und holten uns Runde für Runde jedes vor uns liegende Team. Am Ende von Runde 4 lagen wir wieder auf P1 und den sollten wir bis zum Ende auch ohne Probleme halten. Somit beendeten wir  das erste Rennen in Most endlich mit einem Sieg trotz unseres kurzen Ausrutschers.
Am Sonntag ging es dann um 9.00 Uhr in das Warm Up, in dem wir nochmals unsere Zeit verbesserten und nochmal alles für das Rennen durchcheckten.


Das 2. Rennen begann mit einer längeren Ampelphase und einem mäßigen Start.
In die erste enge Schikane bogen wir diesmal richtig ein und hielten uns aus dem Startgerangel raus. Wieder griffen wir ein Team nach dem andern an und kämpften uns erneut mit schönen Überholmanövern an die Spitze und fuhren ein einsames Rennen an der Spitze liegend und brachten einen 2. Sieg nach Hause.


Das Team ist mehr als zufrieden mit der Leistung und hat somit auch die letzten Vorbereitungen für das nächste wichtige IDM Rennen in Schleiz abgeschlossen.


Dort werden wir natürlich alles geben und Ihr könnt es live im IDM Livestream mitverfolgen.


Ein großer Dank an alle Sponsoren, Gönner und Fanclub Mitglieder, diese Siege gehören euch!

Bis Bald

Euer SRT #11

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Ein fast perfektes Heimrennen für Kevin

Am Nürburgring hatte sich ein großes Starterfeld (27 Gespanne) angemeldet und so lag es für uns nahe nochmals für die weiteren IDM- und WM Rennen zu testen und trainieren.  Bereits Freitagnachmittag fanden sich alle Teammitglieder im Fahrerlager ein und bereiteten sich auf das erste Zeittraining am frühen Abend vor. 

Schnell waren wir uns einig, dass es für unser Team wohl am Besten sei, frühestmöglich in den Vorstart zu rollen und als erste auf die Strecke zu gehen, um so freie Fahrt zu haben. 

Dieser Plan schien voll aufzugehen und wir stellten unser Gespann mit über 3 Sek Vorsprung vorerst auf Startplatz 1.

Zufrieden aber dennoch selbstkritisch und mit vielen Verbesserungsideen beendeten wir so unseren Tag und besprachen nochmals unsere weitere Vorgehensweise beim Anschauen der Daten.

Foto: Stefan Hauer

Am Samstag begann unser Tag mit dem 2. Zeittraining indem wir unsere Startposition vom Vortag natürlich verteidigen wollten. Mit der gleichen bewährten Taktik wie am Vortag ging es an den Vorstart und waren so als erstes Team auf der Strecke. Direkt setzten wir unsere Linienanpassungen um und verbesserten uns um weitere 3 Sekunden zum Vortag. Nach 15 Minuten stand dann fest, wir würden von Pol in die 2 Rennen gehen.

Dann das erste Rennen des Wochenendes. Von Startplatz 1 sollte es ins Rennen gehen doch nachdem beim ersten Startversuch durch einen organisatorischen Fehler noch Leute auf der Strecke waren, wurde der Start abgebrochen und wir wurden auf eine erneute Einführungsrunde geschickt. Wieder ging das Startprozedere von vorne los, zum Leidwesen unserer Kupplung.

Dadurch gelang der Start nicht optimal und es gingen Talens/Claeys (1000 ccm) sowie Zimmermann/Segers auf dem Weg in Kurve 1 an uns vorbei, aber beide Teams verpassten die optimale Linie um wenige Meter und wir setzten uns direkt wieder an die Spitze des Feldes. Doch es kam alles anders als erwartet, denn plötzlich auf dem Weg in Kurve 3 kam keine Leistung mehr ans Hinterrad und die Geräuschkulisse verriet direkt Kupplungsschaden. Es blieb uns nichts anderes übrig als kampflos in die Box einzubiegen und das gesamte Feld an uns vorbei zu lassen.

Mit etwas Frust aber dennoch der Gewissheit, dass die restliche Technik sehr gut funktioniert, wechselten wir die Kupplung und bereiteten uns auf das 2. Rennen am Sonntag vor. 

Foto: Stefan Hauser

Um 11.55 Uhr dann das 2. Rennen. Mit einem grandiosen Start verteidigten wir unsere Position auch gegen die 1000er Gespanne und gingen als erste in Kurve 1. Danach ließen wir nichts mehr anbrennen und setzten um, was sich schon in den Trainings gezeigt hatte. Wir öffneten eine Lücke auf Platz 2 und führten das Rennen so bis ins Ziel an. Unterm Strich knapp 9 Sek. Vorsprung als Lohn für die tolle Arbeit des gesamten Teams.

Foto: Kevin

Am nächsten Wochenende geht es für uns bereits weiter nach Most zum nächsten Lauf der Int. Sidecar Trophy. Auch von dort werden wir euch wieder berichten, also bleibt gespannt – es bleibt spannend.

Bis Bald

Euer SRT#11 Team

Bericht von Kevin K.

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