IDM Red Bull Ring

Nach den Plätzen 7 und 8 in der Weltmeisterschaft am Autodrom Grobnik nutzte das Team die Zeit bis zur IDM am Red Bull Ring mit ein paar Tagen Erholung im nahegelegenen Opatija. Von dort ging es Donnerstagmorgen in das etwa 350 km weit entfernte Knittelfeld, wo der Red Bull Ring gelegen ist.

Dort angekommen wurde das Team von kühlen Temperaturen und Regen empfangen. Dem Wetter zum Trotz bauten alle in Windeseile das Zelt sowie alle Gerätschaften auf um startklar für das am Freitagmittag anstehende Freie Training zu sein.

Foto: Crumb Werbetechnik

Bei diesem zeigte sich das Wetter am Red Bull Ring zwar von seiner kühleren Seite, allerdings sollten die Gespanne auf eine trockene Strecke treffen. Wie gewohnt ging es früh zum Vorstart um möglichst unter den Ersten auf der Strecke zu sein, um freie Bahn zu haben und eine gute Linie zu finden. Auf alten Reifen reihten wir uns schlussendlich vorerst auf P8 ein.

Am frühen Abend fand dann bereits der erste Qualifikationslauf statt. Diesmal hatten wir einiges am Fahrwerk und ein ganz neues Setup probiert. Es schien eine gute Entscheidung gewesen zu sein diesen Poker eingegangen zu sein, denn wir verbesserten unsere Zeit im Verhältnis zum freien Training um ganze 1,5 Sekunden und konnten P8 wieder bestätigen und reihten uns direkt hinter der Weltspitze ein, welche sich aus vielen Gaststartern aus der WM zusammenstellte.

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Dennoch wurde uns in der nachfolgenden Teambesprechung schnell klar, an welchen Stellen wir noch Potential hatten, unsere Zeit zu verbessern.

Für Samstag sagten die Wetterradare dann gefühlt im 10 Minuten Takt mal Regen und mal Sonne für die 2. Qualifikation an. Am Ende setzte sich die Sonne durch und wir konnten weiter an unserer Zeit arbeiten. In der ersten Runde der Qualifikation verpassten wir allerdings in der ersten Linkskurve den Bremspunkt und mussten über die Auslaufzone zurück auf die Strecke und rutschten durch diesen kleinen Fehler ans Ende des Feldes. Mit konstant schnellen Runden überholten wir ein Team nach dem anderen, wodurch wir viel für die Rennen lernen konnten, allerdings keine zeitliche Verbesserung unserer Zeit erreichten. Wir fuhren aber nur um 0.004 Sekunden langsamer als zuvor und bestätigten somit unsere Form.

Jedoch konnten sich die französischen Gaststarter Vinet/Farnier in unseren Windschatten hängen und rutschten so um einen Wimpernschlag vor uns.

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Schlussendlich waren wir mit Startplatz 9 für die beiden Rennen nicht unzufrieden, denn wir waren uns sicher, im Rennen noch mehr abrufen zu können. Davon abgesehen hieß es P5 in der IDM Wertung, in welcher wir noch um Platz 2 kämpften.

Der restliche Samstag wurde genutzt, um unser Gespann bestmöglich auf das erste Rennen am Abend vorzubereiten. Doch abermals sollte uns der österreichische Wettergott auf trapp halten und so wechselte die Strecke oft zwischen trocken und nass. Der Großteil des Feldes, zu dem wir auch gehörten, setzte dann aber auf Slick Reifen und sollte somit auch richtig liegen. Denn bereits in der Warm Up Lap wurde klar, die Strecke ist trocken und hat lediglich noch ein paar feuchte Stellen.

Doch oft kommt es anders als man denkt. Trotz einem soliden Start, kamen von hinten 2 Teams und wir gerieten im Startgerangel kurz vor Kurve eins zwischen diese zwei Gespanne. Dabei berührte unser Kotflügel das Hinterrad von Schwegler/Kopecky wodurch der Kotflügel abgerissen wurde und der Beiwagen in die Luft schleuderte. Daraufhin zog unser Gespann nach rechts zu Kapeller/Billich, welche uns vorher bereits zwei Mal berührt hatte. Diese Kollision war so heftig, dass unser Lenker verbogen wurde und Kapeller/Billich sich in die Wand drehten. Wir schossen quasi unlenkbar in Kurve eins, fanden glücklicherweise eine Lücke und rollten aus. Somit endet das Rennen für uns bereits kurz nach dem Start. Glücklicherweise ist allen Beteiligten bei der Aktion nichts Schlimmeres zugestoßen.

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Kaum war das Rennen beendet standen wir schon zusammen und fingen an den Schaden am Bike zu analysieren. Nach kurzer Besprechung im Team war uns klar, wir würden am 2. Rennen an den Start gehen und gingen ans Werk. Schließlich musste die Verkleidung geklebt, die Verkleidungshalter geschweißt und gerichtet, die Spinne in Ihre ursprüngliche Form und der Lenker ausgetauscht werden.

An dieser Stelle einen großen Dank an unseren Mechaniker Uwe, ohne dessen unermüdlicher Einsatz solche Aktionen gar nicht realisierbar wären. 

Ein herzliches Dankeschön an „Hölzi“ vom Team Sattler Motorsport fürs Schweißen und Rene, der ursprünglich als Gast kam und kurzerhand zum Mechaniker Lehrling bei Uwe wurde.

Nach einer längeren Nacht und einem genauso langen Vormittag ging es dann um 17.30 Uhr für uns in das zweite Rennen. Etwas angespannt und in der Hoffnung, dass alles halten würde, starteten wir erneut von P9. Als die Ampel ausging erwischten wir den Start gut. Diesmal kam allerdings die 1000er von Lingen/Prudlik. So bogen wir auf P10 liegend auf die zweite lange Gerade ein und setzten uns direkt hinter Vinet/Farnier. Mit den beiden Gespannen bildeten wir dann eine kleinere Kampfgruppe um P8, bis plötzlich beim Bremsen der Lenker nach vorne rutschte und sich lockerte. Ab diesem Moment hieß es für uns nur noch die Punkte nach Hause zu bringen, um in der Meisterschaft Anschluss zu halten. Wir blieben bis in die letzte Runde locker an den vor uns liegenden dran und schnappten uns Vinet/Farnier in der letzte Linkkurve vor Start und Ziel und sicherten uns somit P9 gesamt und P5 in der Punktewertung. 

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Nicht glücklich mit der Gesamtbilanz des Wochenendes, allerdings mehr als zufrieden mit der Schadensbegrenzung im 2. Rennen. Aktuell kämpfen wir immer noch um eine Top 3 Platzierung in der IDM Gesamtwertung.

Am kommenden Wochenende geht es bereits beim Schwanenstadt GP für das Team weiter, kommt uns gerne direkt vor Ort besuchen.

Bis Dahin

Euer SRT #11 Team

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