Ein fast perfektes Heimrennen für Kevin

Am Nürburgring hatte sich ein großes Starterfeld (27 Gespanne) angemeldet und so lag es für uns nahe nochmals für die weiteren IDM- und WM Rennen zu testen und trainieren.  Bereits Freitagnachmittag fanden sich alle Teammitglieder im Fahrerlager ein und bereiteten sich auf das erste Zeittraining am frühen Abend vor. 

Schnell waren wir uns einig, dass es für unser Team wohl am Besten sei, frühestmöglich in den Vorstart zu rollen und als erste auf die Strecke zu gehen, um so freie Fahrt zu haben. 

Dieser Plan schien voll aufzugehen und wir stellten unser Gespann mit über 3 Sek Vorsprung vorerst auf Startplatz 1.

Zufrieden aber dennoch selbstkritisch und mit vielen Verbesserungsideen beendeten wir so unseren Tag und besprachen nochmals unsere weitere Vorgehensweise beim Anschauen der Daten.

Foto: Stefan Hauer

Am Samstag begann unser Tag mit dem 2. Zeittraining indem wir unsere Startposition vom Vortag natürlich verteidigen wollten. Mit der gleichen bewährten Taktik wie am Vortag ging es an den Vorstart und waren so als erstes Team auf der Strecke. Direkt setzten wir unsere Linienanpassungen um und verbesserten uns um weitere 3 Sekunden zum Vortag. Nach 15 Minuten stand dann fest, wir würden von Pol in die 2 Rennen gehen.

Dann das erste Rennen des Wochenendes. Von Startplatz 1 sollte es ins Rennen gehen doch nachdem beim ersten Startversuch durch einen organisatorischen Fehler noch Leute auf der Strecke waren, wurde der Start abgebrochen und wir wurden auf eine erneute Einführungsrunde geschickt. Wieder ging das Startprozedere von vorne los, zum Leidwesen unserer Kupplung.

Dadurch gelang der Start nicht optimal und es gingen Talens/Claeys (1000 ccm) sowie Zimmermann/Segers auf dem Weg in Kurve 1 an uns vorbei, aber beide Teams verpassten die optimale Linie um wenige Meter und wir setzten uns direkt wieder an die Spitze des Feldes. Doch es kam alles anders als erwartet, denn plötzlich auf dem Weg in Kurve 3 kam keine Leistung mehr ans Hinterrad und die Geräuschkulisse verriet direkt Kupplungsschaden. Es blieb uns nichts anderes übrig als kampflos in die Box einzubiegen und das gesamte Feld an uns vorbei zu lassen.

Mit etwas Frust aber dennoch der Gewissheit, dass die restliche Technik sehr gut funktioniert, wechselten wir die Kupplung und bereiteten uns auf das 2. Rennen am Sonntag vor. 

Foto: Stefan Hauser

Um 11.55 Uhr dann das 2. Rennen. Mit einem grandiosen Start verteidigten wir unsere Position auch gegen die 1000er Gespanne und gingen als erste in Kurve 1. Danach ließen wir nichts mehr anbrennen und setzten um, was sich schon in den Trainings gezeigt hatte. Wir öffneten eine Lücke auf Platz 2 und führten das Rennen so bis ins Ziel an. Unterm Strich knapp 9 Sek. Vorsprung als Lohn für die tolle Arbeit des gesamten Teams.

Foto: Kevin

Am nächsten Wochenende geht es für uns bereits weiter nach Most zum nächsten Lauf der Int. Sidecar Trophy. Auch von dort werden wir euch wieder berichten, also bleibt gespannt – es bleibt spannend.

Bis Bald

Euer SRT#11 Team

Bericht von Kevin K.

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