2. Lauf zur Sidecar World Championship am Pannoniaring.

Am vergangenen Wochenende ging es für uns zur Weltmeisterschaft an den Pannoniaring, wo Lauf 3 & 4 stattfanden. Da wir die IDM priorisieren, hatten wir unsere Teilnahme zum WM-Auftakt in Le Mans, durch die Überschneidung mit der IDM in Most, abgesagt.

Da es hier bereits am Donnerstag einen offiziellen Test gab, reisten wir am Mittwoch an und bezogen unsere Box. Kaum war das Team vollzählig angekommen, wurden direkt unsere neuen Lederkombis anprobiert und begutachtet. Das ganze Team war absolut begeistert von der Qualität und dem Design.

Foto: SRT#11

An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an die Firma Leitwolf für die überragende Arbeit und die Gewährleistung unserer Sicherheit auf der Strecke.

Donnerstag ging es dann endlich los mit dem Testen. Da Kevin noch nie am Pannoniaring war und Peter zuletzt 2018 hier gefahren ist, hieß es erstmal für Kevin die Strecke kennenlernen und eine saubere Linie zu finden. Schnell fanden sich beide gut zurecht und es begann die Arbeit für unseren Chefmechaniker Uwe, wir veränderten zwischen den Sessions das Fahrwerk, hier und dort mit ein paar Klicks an der Dämpfung, stellten die Spur ein und arbeiteten mit Mike Breitenbach von Pagid Racing an unserer Bremsverteilung.

Kurzum griffen alle Komponenten gut ineinander und so konnten wir stetig unsere Zeiten verbessern. Am Ende des Tages legten wir dann noch bei 38°C Lufttemperatur und 68° Asphalttemperatur 2 Longruns hin, um so die Technik aber auch Fahrer und Beifahrer auf die bevorstehende Renndistanz einzuschießen.

Am Freitag fiel dann offiziell der Startschuss mit den ersten beiden „Freien Trainings“ zur Weltmeisterschaft. In diesen Trainings suchten wir weitere Verbesserungen an unserer Linie und testeten unterschiedliche Reifenmischungen.

Foto: Lauer Foto

Samstag standen dann 2 Qualifyings und das erste Rennen auf dem Plan. Wir wussten, dass es zum 2. Quali schon zu heiß für schnelle Rundenzeiten werden würde, daher legten wir uns schon im ersten Quali richtig ins Zeug und belegten am Ende Platz 9.  Im 2. Qualifying probierten wir uns zwar nochmals zu verbessern, konnten aber unsere Zeit des Vormittags nicht nochmal verbessern.

Dann wurde es sehr ruhig in der Box, man konnte die Anspannung vor dem ersten Rennen förmlich spüren und so ging es in die Startaufstellung für das 1. Rennen, über 15 Runden auf dem 4750 m langen Kurs. In der Startaufstellung dann nochmal ein letzter Handshake mit dem Team und schon kam die 3-Min Tafel.

peter
Foto: SRT#11

Die Ampel rot und die Lichter gingen aus, der Startschuss war gefallen und wir erwischten einen guten, aber nicht überragenden Start. In den ersten Ecken ging alles gut und das Feld sortierte sich etwas. Direkt in der ersten Runde griffen wir Remse/Wechselberger an, welche den besseren Start erwischt hatten. In einer langen Rechts setzten wir uns außen neben das Duo und konnten in der darauf folgenden Linkskurve die innere Linie zu unseren Gunsten nutzen.

Foto: Lauer Foto

In der vierten Runde setzen sich dann Endeveld/Crome neben uns, dass Duo hatte nach einem schlechten Start die Position an uns verloren. Wir hingen uns direkt an ihren Hinterreifen und probierten gemeinsam das Schweizer Duo Wyssen/Hofer einzuholen, als uns plötzlich in einer Highspeed Links das Hinterrad wegrutschte. Glücklicherweise konnten wir den Rutscher abfangen mussten uns dann allerdings mit 9 Runden Rest einem stark abbauenden Hinterreifen geschlagen geben und konnten so keinen Angriff mehr wagen. Somit drehten wir relativ einsam unsere Runden, aber retteten uns am Ende mit P7 ins Ziel und damit gab es unsere ersten WM-Punkte der Saison, und die ersten WM-Punkte für Beifahrer Kevin.

Foto: Lauer Foto

Am Sonntagmorgen fuhren wir im Warm-Up die neuen Reifen an und stellten unser Gespann ab. Nach einem letzten Check durch Mechaniker Uwe, waren wir für Rennen 2 bereit.

Diesmal gelang der Start wirklich gut und wir konnten gleich 1 Position gut machen, doch in der 2. Kurve wurde es sehr eng. Beim Versuch innen zu überholen touchierte wir das Hinterrad von Remse/Wechselberger und drehten ein. Das gesamte Feld zog vorbei und mit 20 Sekunden Abstand begannen wir unsere Aufholjagd. Mit etwas Frust im Bauch fuhren wir konstant schnelle Rundenzeiten und überholten erst Cable/Masters und anschließend auch Remse/Wechselberger wieder. Am Ende waren wir wieder für uns allein auf der Strecke. Leider gingen uns am Ende die Runden aus, denn wir holten weiter auf die vor uns Liegenden auf. Im Ziel dann aber doch die Erleichterung und mit unserer persönlich schnellsten Runde von 2.01.9 konnten wir uns selbst auch beweisen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Mit Platz 7 im ersten und Platz 8 im zweiten Rennen sind wir wirklich zufrieden und unsere Rundenzeiten lassen uns hochmotiviert zum nächsten Rennwochenende anreisen. So geht es bereits dieses Wochenende zum Heimrennen von Beifahrer am Nürburgring (Int. Sidecar Trophy).

Auch von dort werden wir euch natürlich berichten.

Ein großes Dankeschön nochmal an alle Sponsoren, Gönner und Fanclub 100 Mitglieder, ohne euch würde unser Team ganz anders dastehen und nicht diese Erfolge feiern können.

Bis dahin

Euer SRT #11

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