IDM Start in Most CZ

Am vergangenen Wochenende fand der ersten beiden Läufe zur IDM Sidecar im tschechischen Autodrom Most statt. Auf dem Plan standen zwei freie Trainings, zwei Qualifyings und zwei Rennen. 

Am Freitagvormittag gingen wir es im freien Training erstmal ruhig an und lernten die Strecke, welche seit diesem Jahr in Teilen neu asphaltiert wurde, kennen. Schnell kamen wir dabei in einen guten Fluss und lagen am Ende des Trainings auf P2.
Kaum zurück im Fahrerlager ging es in eine Nachbesprechung mit Mechaniker Uwe, um das Optimum aus dem Fahrwerk zu holen. 

Mit ein paar kleinen Änderungen an unserem Grundsetup machten wir uns für das zweite Training bereit. Kaum auf der Strecke, konnten wir gleich an unseren Zeiten aus dem ersten Training anknüpfen und diese auch verbessern. Doch es kommt öfter anders als man es erwartet. So klopfte Beifahrer Kevin am Ende von Start und Ziel ab und gab Peter zu verstehen, dass sie in die Box müssen. Kaum in der Box angekommen konnte man schon sehen, was passiert war. Der Motor hatte Öl durch die Airbox gedrückt und Kevin damit quasi überschüttet. Zum Glück konnten wir durch das schnelle Reagieren einen Totalschaden vermeiden.

Direkt fing das gesamte Team an zu rotieren, denn es stand ein Motorwechsel an. In jedoch 2,5 Stunden startete bereits das erste Qualifying, das allen sehr wichtig erschien, da es im zweiten Quali am Samstagvormittag laut Wetterbericht regnen sollte. An dieser Stelle nochmal an alle helfenden Hände ein großes Dankeschön.

Lange sah es so aus, als würden wir zeitlich nicht fertig werden, doch dann hieß es von Uwe: “Zieht euch an, wir schaffen es!”
Die ersten Gespanne fuhren schon, da steckten wir gerade die Verkleidung auf unser Gespann und begaben uns so schnell es ging auf die Strecke. Nun hieß es Motor einfahren und dabei noch eine Zeit zur Schadensbegrenzung zu setzen. Mit noch knapp einer Minute Restzeit auf der Uhr ging es in unsere letzte Runde. Ohne die Drehzahl auszureizen gaben wir erstmal alles und setzten uns auf P5.
Natürlich nicht optimal, aber dennoch den Bedingungen entsprechend eine extrem starke Leistung des gesamten Teams.

Am Samstagmorgen blickten wir alle gemeinsam in den Himmel und sahen, dass unsere Gebete erhört wurden, denn es war absolut trocken. Somit war uns klar, dass wir im zweiten Qualifying nochmal angreifen konnten.
Gesagt – Getan! Wir fuhren direkt zu Beginn des Qualifyings raus und nutzten von Anfang an die freie Strecke. Am Ende reihten wir uns auf Platz 3 ein und standen somit in beiden Rennen in der Frontrow.



Sehr zufrieden mit unserer Leistung ging es anschließend in die Rennvorbereitung, wobei wir nochmal das gesamte Gespann durchcheckten. Nun wurde es sehr ruhig im Team, man konnte die Anspannung förmlich spüren und so machten sich Peter und Kevin auf den Weg in die Startaufstellung zum ersten Rennen.

Die Ampel ging auf rot und plötzlich passierte es. Die Nerven gingen durch und wir hatten einen Frühstart, gefolgt von einem Verbremser in Kurve 1, danach kam die Durchfahrtsstrafe.

Man konnte förmlich sehen, wie es unter den Helmen qualmte und so kamen Peter und Kevin am Ende des Feldes raus. Mit einer guten Portion Frust im Bauch, machten sich die beiden auf die Jagd nach dem restlichen Feld. Nach 3 Runden kamen sie am Ende des Feldes an. Sie legten sich ein Team nach dem anderen zurecht und arbeiteten sich so von Runde zu Runde immer weiter vor, bis sie das 1000er Duo Lingen/Prudlik einholten. Auch an diesen gingen die beiden vorbei, konnten aber den Gegenschlag auf der Geraden danach nicht abwehren und kamen so direkt hinter Lingen/Prudlik ins Ziel.

Somit Gesamtrang 6 und Platz 4 in der Klasse der 600er, das war bei weitem nicht das erhoffte Ergebnis, aber dennoch eine gute Schadensbegrenzung nach so einem Rennen.

Mit einem neuen Tag und einem zweiten Rennen sollte alles anders werden.

Leider entpuppte sich am Sonntagmorgen beim Analysieren der Daten aber dann, dass unsere Zylinderkopfdichtung wohl dem Ende zu ging und somit standen wir plötzlich ohne funktionierenden Motor da.

An dieser Stelle möchten wir uns vielmals beim Delta Racing Team für die Motorleihgabe bedanken, ohne die wir nicht hätten starten können.

Abermals standen wieder alle Kopf und bauten wie die Wilden den Motor um, um rechtzeitig am 2. Rennen teilnehmen zu können. 20 Minuten vor dem Rennen war es dann soweit, und der Motor lief. Also rollten wir abermals mehr als nur angespannt an den Start.

Diesmal legten wir einen perfekten Start hin und fuhren direkt auf Platz 2. Doch diesen Platz konnten wir nicht lange halten, denn in Runde 2 setzten sich Sattler/Schmidt neben uns und machten sich an die Verfolgung der in Führung liegenden. Wir folgten auf Platz 3, allerdings alles andere als sicher, denn Grabmüller/Bidault folgten uns wie ein Schatten.

In Runde 5 gingen sie am Ausgang des Motodroms vorbei und so hingen wir uns direkt an die beiden. Die nächsten Runden lieferten wir uns einen harten Kampf mit Grabmüller/Bidault um Rang 3. Mehrmals setzten wir uns neben das Duo, welche hart die Angriffe abzuwehren versuchten und es immer wieder zu Berührungen kam. Dann ging es in die letzte Runde des Rennens, immer noch folgten wir Grabmüller/Bidault, dessen Reifen merklich abbauten. In der letzte Doppelrechts setzten wir uns neben das Duo, hierbei kam es zu einer Berührung und beide Teams drehten sich aus der Kurve, beide Teams konnten das Rennen fortsetzen, jedoch rutschten 2 Teams durch und somit kamen unsere Jungs auf Gesamtrang 5 und in der 600er Klasse auf Platz 4 ins Ziel.

Nicht ganz unser Wunschergebnis, doch es läuft leider nicht immer alles nach Plan. Jetzt heißt es durchatmen und die Augen auf das nächste Rennen in zwei Wochen richten.

Wer sich die Wiederholung der Rennen ansehen möchte, kann dies mit den folgenden Links:

Rennen 1:https://www.youtube.com/watch?v=Jw02smHlz6M
Rennen 2:https://www.youtube.com/watch?v=N9BFNvmT6YM

Ein megagroßes Dankeschön all unseren Sponsoren, Gönnern, Fanclubmitgliedern und Helfern, ohne EUCH wäre die Umsetzung gar nicht möglich.

Euer SRT #11

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