Startschuss in die Saison 2021

Am vergangenen Wochenende ging es für das Team in das kroatische Automotodrom Grobnik / Rijeka, wo die ersten 3 Läufe zur Internationalen Sidecar Trophy stattfanden.

Da Kroatien nicht eben ums Eck liegt, trafen wir uns bereits am Donnerstagmorgen in Österreich um bei unserem Sponsor „Lettner Trans“ die neue Verkleidung abzuholen. Von dort aus ging es gemeinsam auf die weitere Reise nach Kroatien.

Kaum angekommen hatten wir schon unsere Box bezogen und konnten es kaum erwarten auf die Strecke zu gehen.

Am Freitagvormittag ging es dann endlich ins erste freie Training auf dem 4,168 Km langen Kurs. Da Mechaniker Uwe den Motor gewechselt hatte, hieß es für uns erstmal die Sache ganz ruhig anzugehen, um den Motor einzufahren. Dies kam Beifahrer Kevin sehr gelegen, da er im Gegensatz zu Peter die Strecke nicht kannte. So ging das erste Freie Training schnell vorbei und als wir die Box ansteuerten, waren wir selbst etwas verwundert, wie gut unsere Zeiten bereits waren.

Foto: Tobi Resky

Uwe änderte ein paar Kleinigkeiten am Fahrwerk und an der Übersetzung und so machten wir uns für das erste Qualifying bereit. Kaum auf der Strecke konnten wir sofort unsere vorgenommenen Veränderungen spüren und setzten diese direkt in eine für uns gute Rundenzeit um.

Im zweiten Qualifying wollten wir es dann nochmal wissen und probierten uns erneut zu steigern. Dies gelang uns auch sehr gut und so landete wir mit einer 1.36.8 auf P5.

Am Samstag zunächst das Warmup, indem wir noch etwas mit dem Fahrwerk probierten und sogar nochmal eine halbe Sekunde schneller wurden. Mit einem guten Gefühl stellten wir daraufhin unser Bike für einen letzten Check Up in der Box ab und konzentrierten uns auf das erste Sprintrennen.

Im ersten Rennen gingen wir von P5 ins Rennen, allerdings hatten wir die Italiener Ozimo/Zanarri direkt hinter uns mit ihrem 1000ccm Gespann, welche ihre 70 Ps Mehrleistung am Start nutzten und sich an uns vorbeischoben.

Foto: Tobi Resky

Allerdings sahen wir die Lücke in der ersten Kurve und drückten uns gleich an den Italienern sowie einem weiteren Gespann wieder vorbei. Durch den Kontakt mit den anderen zwei Gespannen schlüpften Grabmüller/Mahl direkt mit durch die Lücke und klemmte sich direkt an unser Heck. Mehrfach setzte sich Grabmüller/Mahl neben uns und kämpften hart, jedoch absolut fair um die letzte Position am Podest. Am Ende waren wir es, die sich den Platz mit 0.039 Sekunden Vorsprung beim Rennabbruch sicherten. Unser erstes Rennen und gleich ein Podium gegen einige etablierte WM- Teams.

Das zweite Rennen fand am Samstagnachmittag statt. Erneut hatten wir am Start keine Chance gegen das 1000er Gespann und diesmal konnten wir auch keine Lücke finden, um vorbei zu kommen. So begann das Rennen zu einer Hetzjagd gegen das 1000er Gespann, denn Grabmüller/Mahl, Remse/Wechselberger und wir hingen hinter dem 1000er Gespann fest und überholten uns mehrfach. Plötzlich mussten wir aber Grabmüller /Mahl ausweichen und nahmen einen kurzen Umweg durch die Wiese. Nun hatte die Gruppe vor uns etwas Abstand, wir konnten aber die Verfolgung aufnehmen und probierten wieder näher zu kommen. Da Grabmüller/Mahl es uns gleich taten, rückten wir auf Platz 5 vor, konnten die Gruppe vor uns zwar einholen, aber keinen richtigen Angriff mehr setzen. Somit war es am Ende Platz 5 mit sehr schönen Positionskämpfen.

Am Sonntag ging es dann erneut mit dem Warm Up los, dort probierten wir nochmal unterschiedliche Einstellungen und dann volle Konzentration auf das anstehende Gold Rennen.

Als die Ampel ausschaltete erwartete uns erneut das gleiche Bild wie in den zwei Rennen zuvor, die Italiener zogen mit ihrer 1000er an uns vorbei, doch wir hingen uns von Kurve eins direkt an deren Heck. Fünf Runden lang probierten wir uns die Italiener zurecht zu legen und griffen immer wieder an, während Remse/Wechselberger von hinten immer mehr Druck machten. Doch dann nutzten wir unseren überlegenen Kurvenspeed in Kurve 5, mit einem beherzten Bremsmanöver setzten wir uns neben Ozimo/Zanarri und gingen an diesen außen vorbei. Das nachfolgende Kurvengeschlängel gelang uns ebenso perfekt wie das Überholmanöver, wodurch Ozimo/Zanarri auf der Gegengeraden nicht kontern konnte. Das restliche Rennen setzten wir uns Runde für Runde von unseren Verfolgern ab und konnten sogar noch die Lücke zu Platz 2 (Sattler/Schmidt) mit persönlichen Bestzeiten verringern.

Foto: Tobi Resky

Am Ende stand erneut Platz 3 auf unserem Pitbord, womit wir sehr zufrieden waren.

Zusammenfassend konnten wir uns gegen die starke Konkurrenz behaupten und blicken mehr als glücklich auf das Wochenende mit zwei Podien zurück. Doch jetzt heißt es für uns ganz klar: Weiter an uns arbeiten und an den bisherigen Fortschritten anknüpfen, denn bekanntlich ist Stillstand in diesem Sport ein Rückschritt.

Wir möchten uns an dieser Stelle erneut bei all unseren Sponsoren, dem Fanclub 100 und allen Fans bedanken. Ohne eure Unterstützung wäre dies alles nicht möglich!

Ein großes Dankeschön auch an Tobi Resky für die Fotos!

Bis Bald

Euer SRT #11

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