Bericht zur IDM und Superprix in Oschersleben

Vergangenes Wochenende ging es für das Team SRT #11 in die Magdeburger Börde nach Oschersleben wo für uns die 4 letzten Rennen der Saison anstanden. Am Freitagnachmittag traf das Team dann nach und nach ein und wir bauten in gewohnter Manier unser Lager für die anstehenden Tage auf.
Da das Sidecar Festival nur über Samstag und Sonntag ging und wir einen Doppelstart fuhren, war unser Zeitplan extrem straff. Am Samstagmorgen begann der Tag mit jeweils einem freien Training zur IDM und zum Superprix, dazwischen kaum mehr als 20 Minuten Zeit. Das erste Training nutzten wir um uns mit der Strecke vertraut zu machen, wobei wir feststellten, dass unser Gefühl für das Motorrad seit den Änderungen in Hockenheim endlich wieder gut war. Deshalb änderten wir in der kurzen Zeit zwischen den Trainings nur einige Kleinigkeiten und verbesserten so nochmals das Gefühl.

Nach kurzer Absprache im Team wollten wir auch noch die 2 ersten Qualifikationen der jeweiligen Klasse zur Setupeinstellung nutzen und änderten abermals nur wenige Kleinigkeiten und konnten feststellen, dass wir nun auf dem richtigen Weg waren. Für die beiden letzten Qualifikationen der jeweiligen Klasse zogen wir neue Reifen auf. In Beiden Qualifikationen fuhren wir fast die identischen Zeiten, wobei wir uns in der IDM auf Platz 11 und im Superprix auf Platz 9 positionieren konnten.

Zufrieden gingen wir in die Rennvorbereitung für den Nachmittag. Uwe kontrollierte nochmals das ganze Bike und stellte dieses wie gewohnt perfekt vorbereitet für das erste IDM Rennen über 12 Runden hin. Während dieser Zeit nutzen Peter und Kevin die Möglichkeit kurz zu entspannen und sich nochmals massieren zu lassen, denn zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon 54 Runden gedreht.

Dann ging es für uns in das erste Rennen. Der Start gelang uns perfekt und wir machten direkt zwei Positionen gut, wovon wir in Kurve 3 allerding wieder eine an Ellis/Richardson (aktuelle Britische Meister) verloren. Danach setzten wir uns hinter Kapeller/Billich fest und jagten diese bis in Runde 5 mit einem hauchdünnen Abstand vor uns her. Dann in der Hotelkurve setzten wir alles auf eine Karte und setzten uns von außen direkt neben ihr Gespann. Im Parallelflug ging es in die schnelle Schikane in der wir uns durchsetztem.

Bis in Runde 11 konnten wir uns knapp gegen Kapeller/Billich durchsetzen, mussten uns dann aber in der letzten Runde dem knapp 70PS stärkerem 1000er Duo geschlagen geben. Am Ende machte das Platz 8 von insgesamt 19 Startern und P5 in unserer Klasse. Doch auch nach dem Rennen war an Entspannung kaum zu denken, denn es stand immer noch ein 16 Runden Rennen zum Superprix auf dem Plan. Also hieß es erneut, alles durchchecken und nochmal massieren lassen, an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an Nadine. Im Superprix starteten wir von P9, da vor uns nur noch die Weltelite mit vielen Meistern stand, war unser Ziel den 9 Platz zu halten und das restliche Feld hinter uns zu lassen. Gesagt getan, wir setzten uns auf P9 fest und fuhren nach hinten eine gute Lücke frei. Die 16 Runden brachten wir dann mit guten Rundenzeiten zu Ende und erreichten am Ende sogar noch Platz 8 durcheinen Ausfall weiter vorne ins Ziel. Nach insgesamt 84 Runden und zwei guten Platzierungen war endlich etwas Zeit für Entspannung.

Am Sonntagmorgen ging es dann um 9 Uhr direkt weiter in das Warmup, nach 5 Runden war klar, dass Motorrad funktioniert und somit sparten wir uns die Kraft für die letzten beiden Rennen.
Das erste Rennen am Sonntag war das Gold Rennen zur IDM über 18 Runden. Dieses Mal kamen wir schlecht am Start los und verloren direkt ein paar Positionen. Kurz darauf fuhren Archer/Thomas uns eingangs der Tripple Kurve in die Seite, beziehungsweiße traf es eher Kevin, der sich dabei leider mehrere Prellungen zuzog. Doch als Rennfahrer war an aufgeben gar nicht erst zu denken. In den nächsten 2 Runden schlossen wir wieder an eine Gruppe vor uns auf und überholten gleich 2 Gespanne in 3 Kurven. Danach setzten wir uns direkt hinter Remse/Wechselberger fest und kämpften mit Ihnen bis Runde 17 unerbittlich, dann kam unsere Zeit und am Ausgang von Kurve 2 setzten wir uns direkt außen neben das Duo und überholten diese halb über die Wiese und fuhren direkt eine kleine Lücke raus. Das Ergebnis konnten wir über die Ziellinie bringen und landeten damit auf Platz 9 und Platz 6 in unserer Klasse.

Im zweiten Rennen zum Superprix wiederholte sich der Kampf mit Remse/Wechselberger, doch nachdem wir diese überholt hatten, funktionierte unsere Kupplung nicht mehr und wir verloren einen Platz nach dem Nächsten. Wir entschieden uns in die Box zu fahren, um das Getriebe nicht zu beschädigen.

Trotz diesem unglücklichen Ende sind wir mega Happy und mehr als zufrieden mit unserer Leistung.

An dieser Stelle möchten wir uns bei euch allen bedanken.
Danke Uwe für dein Vertrauen in uns und dass du uns immer ein perfekt vorbereitetes Motorrad hinstellst. Danke an Esther, Nadine und Marie die uns in dieser Saison immer geholfen haben wo sie konnten und uns mit köstlichstem Essen versorgt haben.

Danke an diesem Wochenende an Axel und Mäx, die Uwe beim Schrauben unterstützen haben.

Und natürlich ein großes Dankeschön an unsere Sponsoren, Fanclub 100 Mitglieder und Fans, ohne euch wäre es für uns überhaupt nicht möglich diesen Sport so zu betreiben, wie wir es momentan machen.

Jetzt geht es für uns in die Vorbereitung für die Saison 2021, wo wir wieder voll in der WM und IDM anzugreifen werden. Wir halten euch auf dem Laufendem.

Bis Dahin
Euer SRT #11

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