Bericht vom IDM Finale Hockenheim

Am Donnerstag ging es für unser Team zum IDM am Hockenheimring. Hier war dieses Mal leider nur 1 Rennen für die Sidecars vorgesehen. Der Wetterbericht stand im Vorfeld unter keinem guten Zeichen, mal trocken, mal sollte es regnen. Auch die jeweiligen Wetterapps „waren sich nicht einig“. Für uns war daher klar, wir entscheiden kurzfristig über die Wahl der Reifen. Bei trockenen Bedingungen ging es dann am Freitag zum freien Training. Schnell konnten wir uns auf die Strecke konzentrieren, doch leider mussten wir aufgrund fehlender Kupplung und extremen Fehlzündung das Training vorzeitig abbrechen. Es wurde zeitnah klar, dass sich das Kupplungszylinder gelöst hatte und der Nockenwellensensor einen Defekt aufwies.

Dieses Problem konnten wir bis zum 1. Qualifying am Abend beheben. Ebenso ging es wieder bei trockenen Bedingungen auf die Rennstrecke. Nun bemerkten wir, dass unser Fahrwerk nicht passte und somit konnten wir nur auf P12 fahren.

Zum 2. Qualifying am Samstagmorgen regnete es. Peter und ich waren allerdings noch nie gemeinsam im Regen gefahren, daher probierten wir uns erst einmal vorsichtig aus. Peter bekam allerdings keinerlei Gefühl für den Vorderreifen. So steuerten wir unser Gefährt nach nur 5 Runden in die Box, dort bestätigte sich seine Aussage, denn der Reifen bekam keine Temperatur. Ratlosigkeit und ein wenig Enttäuschung machten sich breit.


Nach einem guten Start am Anfang der Saison am Nürburgring machte unser Sidecar nicht mehr das von uns erhoffte. So entschieden wir uns, dass Fahrwerk auf seinen Ursprung zurückzuführen, um wieder das „alte Vertrauen“ in das Fahrwerk zu erlangen. Über den gesamten Rennsamstag wechselte das Wetter quasi im 10 Minuten Takt, dadurch konnten wir nicht wirklich einschätzen, ob es nun trocken oder nass auf der Strecke sein würde. Bis 10 Minuten vor dem Rennen warteten wir und entschieden uns dann gemeinsam alles zu riskieren und mit Slicks zu fahren, da die Strecke langsam trocken wurde und auch der Regen aussetzte.

Im Vorstart wurde uns dann schnell klar, dass wir mit dieser Entscheidung, bis auf ein weiteres Team, die einzigen mit Slicks waren. In der Warmuprunde fühlte sich der Slick dann allerdings ganz gut an, doch die Strecke war wesentlich rutschiger als wir angenommen hatten. Der Start gelang uns perfekt und wir machten gleich ein paar Positionen gut. Jedoch überschlug sich in der ersten Kurve ein Gespann direkt vor uns, wodurch wir heftig abbremsen mussten und somit nach ganz hinten zurückfielen.


Die nächsten 9 Runden wurden zum Ritt auf der Kanonenkugel, denn die Strecke trocknete zwar, allerdings viel langsamer als wir es uns erhofft hatten und somit verloren wir viel Zeit auf die anderen Teams, die mit Regenreifen fuhren. In Runde 10 fingen dann unsere Reifen an zu funktionieren und wir holten in Riesenschritten auf und überholten noch 2 Gespanne, jedoch war die Rennzeit vorbei und wir fuhren am Ende mit P11 und P9 in unserer Klasse ins Ziel.
Aber „Thats Racing“ und dafür, dass wir am Anfang gar keinen Grip hatten, waren wir mit unserer Leistung sehr zufrieden und hatten erstmals wieder ein gutes Gefühl für das Fahrwerk.

Nun geht es für uns am kommenden Wochenende zum Sidecar Festival nach Oschersleben, dort werden wir einen Doppelstart machen und bei der IDM sowie dem Bonovo Action Superprix noch einmal alles geben und probieren an unsere guten Leistungen vom Nürburgring anzuknüpfen.

Euer Sidecar Racing Team #11

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