Als Gast bei der Int. Sidecar Trophy in Schleiz

In den letzten 2 Wochen wurde wirklich alles auf den Kopf gestellt.

Zuerst musste nach dem Crash in Zolder sehr viel gerichtet werden. Des Weiteren hat Uwe auf Wunsch von Peter die Schaltung und Bremse jeweils auf die andere Seite umgebaut.

Auch wurde das Team zusammengeschrumpft, wieder alleine im Zelt um auch hier Ruhe zu schaffen und auf die wesentlichen Dinge die Konzentration lenken zu können. Der bisherige Verlauf der heurigen Saison kann und sollte so nicht weiter gehen.

Am Freitag zum freien Training konnte Jens noch nicht da sein und so konnten wir hierfür Ondra Sedláček als Aushilfe begeistern. Das freie Training war für uns sehr wichtig um eben die erwähnte Umbauarbeiten zu Testen und eventuelle Feineinstellungen noch vornehmen zu können. Die ersten Runden waren dann schon etwas ungewohnt – musste ja nun der frühere Schaltfuß das Bremsen übernehmen und umgekehrt der Bremsfuß das Schalten. Aber nach ein paar Runden ging das dann schon sehr gut. Auf diesem Weg nochmals ein herzliches Dankeschön an Ondra!

Am Samstag zum Q1 ging es dann mit Jens auf die Strecke und wir konnten Runde für Runde unsere Zeit verbessern. Auch im Q2 lief es sehr gut und wir standen schlussendlich auf Startplatz 3 – mit einem Vorsatz – im Rennen auf P1 zu kommen.

Beim Rennen 1 am Sonntag gab es Regen und die Strecke war sehr nass und rutschig, davor wollten wir uns natürlich nicht abschrecken lassen. Hoch motiviert ging es dann am Start zur Sache und wir gingen als zweiter in die Erste Kurve. Das vor uns liegende Gespann schön in Schlagdistanz wurden die Reifen auf Betriebstemperatur gebracht um dann zum richtigen Zeitpunkt den Angriff zu starten. Die Bremsbalance fühlte sich hierfür auch sehr gut an. Doch dann ist plötzlich binnen weniger Minuten das Visier so stark beschlagen, dass die Strecke kaum noch zu erkennen war und wir sogar kurz von der Strecke abgekommen sind. An einen Angriff war nicht mehr zu denken und wir mussten auf 2. Platz liegend aufgeben.

Der Frust war natürlich entsprechend groß, auch wenn wir sagen konnten, dass am Gespann alles gut gelaufen wäre.

Das 2. Rennen wurde dann auf trockener Strecke gestartet und wir versuchten uns aus allen Startremplern raus zu halten. Mit sauberer Linie haben wir uns dann Platz um Platz nach vorne gekämpft und konnten am Ende den Gesamtsieg mit knapp 10 Sek. Vorsprung einfahren.

Im Team waren alle wirklich sehr froh über diesen positiven Abschluss des Wochenendes. So geht es nächste Woche nach Oschersleben zur WM und die Woche drauf wieder zurück nach Schleiz zur IDM.

Euer Sidecar Racing Team

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